
Die Gendersensible Erziehung ist eine zeitgemäße Grundeinstellung in der Erziehungspädagogik – und dazu gehört es natürlich auch, Kinder zum Spielen mit Unisex Spielzeug einzuladen. Auch die abwechslungsreiche Gestaltung der Freizeit für Kinder gehört dazu, abseits von Klischees wie Ponyhof und Kartbahn. Erfahrene Vierfach-Mama und Kinderärztin Katharina Schroth gibt handfeste Tipps, wie man das Thema Unisex Spielzeug sprichwörtlich spielerisch in den Alltag integrieren kann!
Kindsgut Memo Spiel zum Mitwachsen
Das Kindsgut Memo Spiel zum Mitwachsen aus Holz verbindet ein...

Meine konkreten Tipps für Eltern:
Ermöglicht den Zugang zu geschlechtsneutralem Spielzeug bzw. den Zugang für das jeweils anti-stereotype Spielzeug (Puppen für Jungs, Autos für Mädchen etc.). Ab einem gewissen Alter ist es auch eine schöne Idee, Kinder neues Spielzeug mit aussuchen zu lassen. Außerdem kann bei der Freizeitgestaltung ganz aktiv auf Abwechslung geachtet werden: also auch mal mit den Jungs zum Reiten und mit den Mädchen in den Dinopark gehen. Nur wenn Kindern viel Auswahl geboten wird, können sie sich wirklich frei aussuchen, was ihnen gefällt.
Um sich kreativ auszutoben und verschiedene Persönlichkeitsanteile an sich zu entdecken, eignen sich auch Verkleidungskisten ganz toll. So kann jedes Kind zur Prinzessin, zum Ritter, zur Pilotin, zum Krankenpfleger oder ganz eigenen Kreationen werden. Mit Kuscheltieren können ebenfalls super Rollenspiele umgesetzt werden. Besonders wenn man selber eher ein traditionelles Modell lebt, könnte Papa Bär mal Zuhause bleiben und Mama Bär arbeiten gehen – oder eben umgekehrt.
Sich der Thematik bewusst zu sein, ist die halbe Miete. Daher empfehle ich Eltern, auch im Freundeskreis und mit der Kita das offene Gespräch zu suchen und zu schauen, wie eigene und andere Kinder möglichst frei und vielfältig spielen können. Und natürlich macht es einen Unterschied, ob man als Elternteil selber mit einem guten Beispiel voran geht.







